Schloss Eschelberg ist ein historischer Bau mit all den Reizen, die alte Gemäuer haben. Doch es hat mehr, indem es vieles offen lässt. Es ist nicht „chic herausgeputzt“, hat keine Wellness-Landschaft, ist kein feines Schlosshotel, es gibt kein touristisches Geschiebe und Getriebe, …! Dieses Mehr erschließt sich langsam.

Das Schloss ist zum Teil liebevoll renoviert, zum Teil zeigt es sich als das, was es ist – brüchig, vergänglich in der Zeit, lebendig in seiner archaischen Kraft. Es präsentiert sich nicht, es will erfahren werden.

Der Ort lebt und erhebt durch heilsame Stille. Hier übertüncht keine Werbetechnik und kein architektonisches Auftrumpfen das Eigentliche. Wer hier ein Seminar besucht, ein Fest feiert, oder einfach Auszeit verbringt, kann etwas erleben, was in unserer Welt nicht mehr selbstverständlich ist: Sein, tief empfunden. Es ist die Ruhe, die hier wirkt, nicht der Zeitgeist.

„Die Abwesenheit von allem Beschreibbaren – das war das Ereignis des Tages“, notierte Erhart Kästner auf einer Reisebeschreibung. Solche Ereignisse zu offenbaren, ist das Geheimnis des Schlosses.